Produkte - Kapillarrohrsystem

Kühlmatten + Heizmatten

- Unsichtbar, flexibel and wirtschaftlich

Kapillarrohrsysteme werden seit den 1980er Jahren verbaut und sind aktuell Stand der Technik bei den wasserführenden Flächenheiz- und -kühlsystemen.
 
Als Fußbodenheizung, Wandheizung und Deckenheizung/ Kühldecke sorgen die Kapillarrohrmatten aus Polypropylen für eine besonders großflächige und gleichmäßige Wärmeübertragung.
 
Die zum Heizen geringe und zum Kühlen hohe Systemtemperatur ist nicht nur besonders energiesparend, sondern bewirkt auch einen hohen Anteil an Abstrahlungswärme – für ein besonders gesundes und behagliches Raumklima.

Wirkungsprinzipien

Die besondere Effizienz von Kapillarrohr-Flächenheiz- und -kühlsystemen beruht auf der besonders großen Wärmetauscherfläche der Kapillarstruktur, die für eine hohe thermische Leistung sorgt.
 
Kapillarrohrmatten sind flacher und leichter und in der Regel weniger tief verbaut als die klassischen, stark überdeckten Dickrohrmäander, so dass sie mehr Leistung übertragen können, sprich: schnelleres Aufheizen bzw. Abkühlen. Und dies mit geringeren Vorlauftemperaturen.

Abstrahlungswärme statt Konvektion

Flächenheizung sorgt für besondere Behaglichkeit durch eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Raum. Nicht die Luft wird aufgeheizt und steigt dadurch nach oben, sondern die Wände strahlen Wärme ab. So wird die gefühlte Temperatur nicht von Zugluft und Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt.
 
Der empfundene Temperaturunterschied zwischen Heizkörperwärme und Strahlungswärme macht Studien zufolge 2°C aus. Je nach Raumtemperatur bedeutet allein dies eine Energieeinsparung zwischen 6 und 12 %.

Abstrahlungswärme statt Konvektion

Die Decke ist eine ideale Kühlfläche. Ohne Zugluft und Geräusche sinkt die gekühlte Luft sanft in den Raum hinab – erheblich angenehmer und gesünder als mit Ventilatoren oder Air condition.
 
Die Temperatur des Wassers im System beträgt z.B. angenehme 16/18°C, weniger ist nicht nötig. Die Kühlung arbeitet stets mit Temperaturen oberhalb des Taupunktes, damit niemals Kondensat auftreten kann. Je nach Taupunkt- und Vorlauftemperatur hat die Kühldecke eine Leistung bis zu 120 W/m².

Wo Gesundheit Zählt

Vergleichbar mit den Kapillaren der Blutgefäße unserer Haut, temperieren die Kapillarröhrchen mit dem Gebäude – sanft und hocheffizient. Durch den geringen Temperaturunterschied zwischen der gewünschten Raumtemperatur (z.B. 22°C) und der Temperatur des Wassers im System (z.B. 28°C) ist der Strahlungsanteil besonders hoch und der konvektive Anteil besonders gering. Das schafft Behaglichkeit beim Heizen und Kühlen. Die Flächenheizung und -kühlung erhöht die Wohngesundheit, denn sie ist frei von Geräuschen und frei von Zugluft, die Staub und Bakterien aufwirbelt.

Der Gesundheitsfaktor steigert den Gewinn des Gebäudebetreibers. Er trägt zur Genesung von Patienten, zur Gästezufriedenheit in Hotels, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz bei, er erhöht die Zufriedenheit von Mietern und verringert z.B. die Mieterfluktuation in sanierten Altbauten.

Heizen und Kühlen zugleich

Doppelte Investitionen sind nicht mehr nötig: Ein Kapillarrohrsystem kann immer sowohl heizen als auch kühlen. Das kann im „Entweder-Oder-Rhythmus“ geschehen, dann planen wir die Anlage als Zweileiter-System. Wird im selben Gebäude ständig und gleichzeitig Wärme und Kälte bereit gestellt, dann ist sie als Vierleiter-System konzipiert.
 
Das Kapillarrohr-Verteilsystem lässt sich problemlos mit sämtlichen Energiequellen, Heizungsanlagen, Wärme- und Kälteerzeugern betreiben.

Für alle anlagen: Öko, Geo, Solar

Kapillarrohrsysteme nehmen eine Schlüsselrolle der Energiewende in der Gebäude- und Prozesstemperierung ein. Ihre extrem hohe Übertragungsleistung ermöglicht die Nutzung aller natürlichen und fossilen Wärme- bzw. Kältequellen. So kann mit Meerwasser, Luft, geothermischer und solarer Energie geheizt bzw. gekühlt werden. Meist ohne dazu noch Antriebsenergie aufzubringen. Industrieabwärme, Fernwärme und Prozesswärme können effektiver als mit jedem andern System genutzt werden. Und auch die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Gas und Öl wird durch den Einsatz der Kapillarrohrsysteme effizienter.

Verlegevarianten

Die hervorragende bautechnische Eignung der GeoClima-Systeme eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für den Einbau. 

Die Verlegung des Deckenheiz- und Kühlsystems hinter der abgehängten Gipskartondecke ist die häufigste Verlegevariante. Vor allem für besonders flache abgehängte Decken eignet es sich ideal.

Eine Verlegung in Ortbeton bietet eine sehr oberflächennahe und daher sehr schnelle und außerordentlich hohe Leistungsabgabe.

Alle Putze vertragen sich hervorragend mit der Kapillarrohrmatte, sie können flach und unkompliziert aufgetragen werden. Bauherren, die mit Lehm arbeiten, sind besonders begeistert von der hervorragenden Unterstützung der hygroskopischen Eigenschaften des Lehmputzes durch das Kapillarrohrsystem.

In Wandputz eigebettet kommt das System sowohl im Neubau als auch im Altbau zur Anwendung. Auf die Kapillarrohrmatte kann jeder Putz besonders flach aufgetragen werden, das spart Materialkosten. Die Planung der Wandheizung erfolgt immer nach den Raumkonzepten und dem Wärmebedarf. Es ist nicht erforderlich alle Wände komplett zu belegen.

Die geputzte Deckenheizung und -kühlung zeichnet sich aus durch höchste Schnelligkeit im Regelungsverhalten. Die Kapillarrohrmatten sind bei der Einbettung im Deckenputz besonders oberflächennah angeordnet. Innerhalb weniger Minuten ist die Wärmestrahlung bzw. Kühlung aktiviert. Sie sind daher die perfekte Lösung für spontane Raumnutzung.

Die Fußbodenheizung im Estrich ermöglicht eine äußerst gleichmäßige Wärmeverteilung. Aufgrund der hohen Leistung der Kapillarrohrmatten wird eine wesentlich geringere Vorlauftemperatur benötigt als bei Dickrohrmäander-Systemen. Das ist gesünder und spart Energie. Besonders Wärmepumpenanlagen profitieren vom Kapillarrohrsystem.